Unionsbürger: Europas föderales Bürgerrecht in vergleichender Sicht

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Mohr Siebeck, 2005 - 597 páginas
English summary: Christoph Schonberger analyzes European citizenship as federal citizenship. He compares the situation in the European Union with the development and structure of federal citizenship in the United States, Switzerland and Germany. In doing so, he develops a general pattern of analysis for nested citizenships in federal systems. The nested citizenship of the European Union shows interesting parallels with citizenship in the United States before the Civil War, German citizenship before 1934 and the still valid Swiss citizenship law since 1848/1874. The study avoids a negative comparison of Union citizenship with the nationality of today's national states; by the same token, it shows that theories of 'post-national membership' do not offer convincing descriptions of the meaning and content of European citizenship. German description: Die europaische Burgerschaft bereitet der rechtswissenschaftlichen Analyse wie der politischen Theorie gleichermassen Kopfzerbrechen. Die eingefuhrten Kategorien wie Staatsangehorigkeit und Staatsburgerschaft sind auf den Staat bezogen. Verbreitet ist deshalb der negative Abgleich zwischen Unionsburgerschaft und Staatsangehorigkeit. Er fuhrt aber kaum uber das tautologische Ergebnis hinaus, die Unionsburgerschaft sei keine Staatsangehorigkeit, weil die Union kein Staat sei. Gegenstuck dazu ist eine Deutung der Unionsburgerschaft als menschenrechtlich-universeller Status ( post-national membership ). Beide Perspektiven sind negativ staatsfixiert und foderalismusblind. Die europarechtliche Sonderterminologie fuhrt hier ebenfalls nicht weiter, sondern verharrt bei aussagearmen sui-generis-Formeln. Christoph Schonberger bietet einen Ausweg aus dieser Sackgasse der Diskussion. Er analysiert die Unionsburgerschaft im Lichte foderaler Erfahrung und nutzt hierfur die Rechtsvergleichung mit Entstehung und Struktur der Bundesangehorigkeit in den Vereinigten Staaten, der Schweiz und Deutschland. Unterschiedliche Rechtspositionen der Unionsburger wie etwa Aufenthalts-, Wahl- und soziale Rechte in den anderen Mitgliedstaaten, ihr diplomatischer Schutz oder das Wahlrecht zum Europaischen Parlament werden in einen systematischen foderativen Kontext eingeordnet. Die doppelte Zugehorigkeit des Unionsburgers zu Mitgliedstaat und Union, so zeigt sich dabei, ist keineswegs ein Sonderphanomen der europaischen Integration; sie kennzeichnet vielmehr die fragile Normalitat eines jeden Bundes.
 

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Contenido

der
78
Von den Untertanenrechten
94
Die Skala föderaler Angehörigkeitsbeziehungen zwischen allge
122
Die Bundesangehörigkeit als Rechtsbegriff
128
und Bundesangehörigkeit
166
Symbolischintegrative Bedeutung der Bundesangehörigkeit?
194
Vertikale und horizontale Dimension der Bundesangehörigkeit
206
Die rechtliche Struktur der Bundesangehörigkeit
268
Freizügigkeit und soziale Fürsorge in der Europäischen Union
349
rechts
372
Diskriminierungsverbot
381
Wahlrechte in den anderen Mitgliedstaaten
433
Diplomatischer Schutz durch die anderen Mitgliedstaaten
463
Die Rechtsstellung der Unionsbürger gegenüber der Europäischen
488
Bilanz und Ausblick YLT DIIDIIL Uud nUSUICK
508
Literaturverzeichnis
523

Die Verknüpfung zwischen Staatsangehörigkeit der Mitgliedstaaten
275
Das gemeinsame Indigenat als die Rechtsstellung
301
Wirtschaftliche Bedingungen und Grenzen des Aufenthaltsrechts
330

Términos y frases comunes

Acerca del autor (2005)

Christoph Schonberger, Geboren 1966; Studium der Rechtswissenschaft und Philosophie in Bonn und Paris; 1996 Promotion; 2005 Habilitation; im Wintersemester 2005/06 Lehrstuhlvertretung an der Universitat Konstanz.

Información bibliográfica