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Leipziger Literatur - Zeitung.

Am 1. des July.

157.

1814.

M e di ci n.

ziehen scheinen, weswegen man diese Substanzen,

wiewohl unrichtig, unwägbare genennt habe: sie The Edinburgh new Dispensatory, containing I. wären D. T. Thomson's unbegränzbare, oder H. the elements of pharmaceutical chemistry. II. the

Davy's ätherische Substanzen.“ Nun fügt er noch

sechs die Schwere charakterisirende Eigenschaften Materia medica; or the natural, pharmaceutical

hinzu. – Was in der dritten Ausgabe von der Anand medical history of the substances employed ziehung gesagt worden ist, das hat jetzt eine bedeuin medicine. III, the pharm. preparations and tende Umänderung erlitten. Auch die Classifica-' compositions. By Andr. Duncan jun. M. D. reg.

tion der einfachen oder elementarischen Substanzen, profess, of medic. jurisprud. in the university of Edinb.

Auf ist jetzt (nach Davy) ganz anders, als zuvor.

diese Weise geht es durch den ganzen ersten Theil Fellow of the roy. college of phys. and roy. Soc. of

fort, welcher keine Seite ohne bedeutende Zusätze Ediub, and assoc, of the Linn. soc. of Lond. Seventh

und Aenderungen behalten hat. ed, correct. and enlarg. Edinburgh 1813. CXCII. Minder reich ist zwar der zweyte Theil, wel0.743 S. 8.

cher eine alphabetische Aufzählung der in der EdinRe, bemerkt mit Vergnügen den verdienten Bey- neykörper enthält, ausgestattet, allein hin und wie fall

, welchen dieses gehalivo:le Werk in England der findet sich doch etwas hinzugesetzt oder wegerhalten bat, und den man aus den schuell wieder

genommen, oder geändert. So ist hinzugekommen

S. 8. Agrimonia eupatoria; S. 11. ein Zusatz über holten Auflagen desselben erkennen kann. Denn seit 1803, wo die erste sehr starke Auflage erschien,

die Gewohnheit der Apotheker, anstatt des verdünnkam 1804 die zweyte, 1896 die dritte, und im vo

ten Alkohols sich eines unreinen Branntweins zu

bedienen, und über die verschiedene Stärke desselrigen Jahre die siebente heraus. Bey jeder dersel

ben in den drey Pharmakopöen des Königreichs; ben sucht der Hr. Verf. Verbesserungen und Ver

S. 12. die Bemerkung, dass der Knoblauch durchs mehrungen anzubringen, und sich dadurch den erhaltenen Beyfall für die Zukunft zu sichern. Auch

Kochen seine ganze Xraft verliere; dass aber seine Deutschland hat den Werth dieses Werks aner

besondern Kräfte einigermassen durch Alkohol und kannt. Eine doppelte Uebersetzung ist von ihm

Essigsäure ausgezogen werden können; S. 14. ist erschienen, wovou die erstere D. Sam. Hahnemann

Allium porrum; S. 25. die Anmerkung, dass das

Loudner und Dubliner Collegium der Aerzte mit 1797, die letztere zwey hiesige Professoren, Dr. Eschenbach und Kühn 1808. f. besorgt haben.

Thunberg darin übereinstimmen, die Aloe spicata

als die Species, welche die Socotrinische Aloe herDie Zusätze und Verbesserungen, wodurch sich vorbringt, hingegen die Aloe vulgaris als die Quelle diese neueste Auflage von der dritten', welche Rec. der Aloe aus Barbados anzusehen. Dieser letztern nebst der zweyten vor sich liegen hat, auszeichnet, Meinung sey auch der verstorbene Sibthorpe in seisind beträchtlich, wie sich dieses schon aus der stär- nem grossen Werke: Flora Graeca, mit dessen keru Seitenzahl, welche in der dritten nur XVI. u. Herausgabe sich gegenwärtig D. Smith beschäftige. 132 beträgt, zu ergeben scheint. Vorzüglich be- S. 17. die Kennzeichen, wodurch sich die reine merkt man die verbessernde Hand des Vf. in dem Pferdealoe von der Socotrinischen unterscheiden chemischen Theile, wo er von Davy's Anfangs- lässt, und Trommsdorffs und la Grange's Analysen grunden der Chemie Gebrauch gemacht hat. So der Aloe. Bey dieser Gelegenheit bemerkt Rec. schiebt er, um nur einige Beyspiele dieser Verän- ein für allemal, dass die officinellen Zubereitungen, derungen und Zusätze aus der grossen Menge der- zu welchen ein einfacher Arzneykörper in der Londselben anzuführen, zwischen Zurückstossung und ner, Dubliner und Edinburger Pharmakopöe geVerwandýschaft die Schwere ein, und sagt von ihr, nommen wird, womit in den vorigen Ausgaben dass die allgemeinste Art der Anziehung die sey, jeder Artikel beschlossen wurde, in der neuesten wodurch Körpermassen si h einander zu vähern weggelassen worden sind. S. 19. „Das Ainmoniaksuchen; dass Licht, Wärme, Elektricität und Mag- ' gu'nmi wird jetzt von dem Londiner Collegium der Detismus allein sich dem Einfluss derselben zu ent- Aerzte, auf Willdenow's Ansehen, von dein He

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racleum gummiferum hergeleitet, welcher diese S. 65. ist bey Boletus igniarius Bouillon Lagrange's } flanze aus Samen gezogen hat, die in dem käuf- chemische Analyse desselben hinzugefügt, und nachlichen Ammoniakgummi gefunden worden waren. her Butea frondosa eingeschoben, welcher Baum, Er ist überzeugt, dass diess die Pflanze sey, von nach der, wiewohl irrigen Behauptung des Duwelcher dieses Gummi herkommt, ob er es gleich blive Medicinal - Collegiums, das Kinogummi lieaus den zu Berlin gezogenen Pflanzen zu gewinnen

fern soll. Der Hr. Vf. stimmt Roxburgh's Versinicht im Stande gewesen ist. Ich bedaure, dass cherung bey, dass der concrete Saft der Butea fronich die Flora Berolinensis nicht habe einsehen kön- dosa und der Saft des Eucalyptus resinifera, welnen, in welcher diese Pflanze beschrieben ist, um clier das wahre Kinogummi liefert , verschieden die Frage mit Gewissheit durch die Vergleichung sey. Das chemische Verhalten beyder verhärteter jener Figur mit der von Jackson in s. Account of Sälte ist mit Roxburghs Worten angegeben. the empire of Marocco gelieferten, welche zwar S. go u. 91. ist die irrige Behauplung dem Verf. nicht die Zeichnung eines Botanikers, aber sehr entwischt, dass die gemeine oder blasse Perurinde charakteristisch ist, entscheiden zu können,

Er gibt

von der Cinchona cordifolia, die gelbe hingegen von folgende Nachricht von der Pflanze, mit welcher der C. lancifolia gewonnen werde, da gerade das er vollkommen bekannt war. Das Ammoniak, wel- Gegentheil Statt hat, wie er diess auch noch in der ches in Arabischen Feschuk heisst, kommt von ei- Vorrede mit mehrerm dargethan hat. - Auch der ner Pflanze her, welche dem europäischen Fenchel Artikel Colomba S. 108. hat einige kleine Veränähnlich, nur viel grösser ist. In den meisten Ebe- derungen und Zusätze erhalten. - Bey der Rhanen des Innern von Marocco, und vorzuglich um barber war ehedem nur die einzige Art Rh. palEl Araiche und M'scharrah Rummillah wächst sie matum bemerkt; jetzt ist Rh, undulatum noch zehn Fuss hoch. Das Ammoniakgummi wird durch hinzugekommen. S. 235. ist nicht allein die Cultur Einschuitte in die Aeste erhalten, aus welchen ein der Rhabarber (Rh. palmatum), sondern auch die milchichter klebriger Saft hervorquillt, der, von der Vorrichtung der gezogenen Wurzeln für den VerSonnenhitze erbärtet, abfällt, und sich auf dem Boden

kauf beschrieben. In der Nachbarschaft von Edinmit einer rothen Erde vermischt, welche den Grund burgh wird sehr viel Rhabarber gebauet. Nach ausmacht, warum das aus der Barbarey kommende Scilla maritima ist S. 249. Scrophularia nodosa hinAmmoniak von den Londoner Kaufleuten nicht ge- zigekommen. – S. 255. ist Braconnot's chemische sucht wird. Man kann dasselbe jedoch, mit einer Anaiyse des Gummigutt's mit der Bemerkung, dass kleinen Mühe, vollkommen rein erhalten. Aber wenn sie eine Wiederholung verdiene, beygefügt. — Bey sich ein Vorurtheil einmal in Betreff eines beson- Vitis vinifera eine doppelte Tabelle von Brande und dern Gegenstandes festgesetzt hat, so ist es schwer, Neumann über den Gehalt verschiedener Weine dasselbe auszurotten. Das Gummi in dem beschrie- und geistiger Flüssigkeiten. - S. 275. Zincum. Hier benen Zustande, wird in allen Gegenden Marocco's vermisst Rec. Sulphur zinci, das in den vorigen zu Umschlägen und Räucherungen gebraucht. Der Ausgaben stand. sandige, leichte Boden, in welchem die Ammoniak- Sehr stark verändert ist der dritte Theil, welpflanze wächst, wird in den nördlichen Provinzen cher die pharmaceutischen Präparate und Zusamdes Reichs bäufig angetroffen. Es ist merkwurdig, mensetzungen enthält. Gleich das erste, dem Schwedass weder ein Vogel, den einzigen Geyer ausge- fel gewidmete Capitel ist mit folgenden Zusätzen nommen, noch ein andres Thier da bauset, wo vermelırt: sulphuretum potassae, sulphuretum kali, diese Pflanze wächst. Indessen findet sich eine Kä- Aqua sulphureti kali, Hydrosulphuretum ammoniae ferart auf ihr, auf deren Nase ein langes Horn oder sulphuretum ferri, Aqua sulphureti ammoniae. steht, womit sie die Pflanze verletzt, und das Aus- Das zweyte Cap. hat gleich falls' bedeutende Verschwitzen des Gummi veranlasst." Noch findet sich mehrungen z. B. Acid. sulphuric. nitric. u. muriat. ein kleinerer Zusatz aber die verschiedenen Sorten dilutum bey Dalton's Tabellen über die Menge von des Ammoniaks bey diesem Artikel - S. 21. bey wirklicher Säure in 100 Theilen dieser Säuren von Amomum it Roscoe's botanische Unterscheidung einem bestimmten specifischen Gewichte bey 60°, u. zwischen Zingiber und Cardamomum angeführt, und S. W. Bey der Salzsäure war sonst blos die überS. 2. erwähnt worden, dass die Saamen, welche gesäuerte Salzsäure erwähnt, jetzt ist aus der DuMurray u. a, m, von Amon um Cardamomum her- bliver Pharmakopöe die Aqua alcalina oxymuriatica geleitet haben, vielmehr nach Sonnerat, von dem und die Aqua oxymuriatica, desgleichen die CitroAmomum

repens

herkon men. Um die Verwir- vensäure neu hinzugekommen, dagegen die Aqua rung zu vermehren, hat das Londner Collegium aeris fixi und Hydro- sulphuretum ammoniae jetzt der Aerzte aus der Species A. Car amomum, ein weggelassen worden sind. Und auf die nämliche Weise neves Geschlecht Ellettaria

Cardan omum) ge- ist in allen übrigen Capiteln bald eine grössere Vollmacht. - S. 59. bey Astragalors Trag cintha ist slänigkeit durch Zusätze bewirkt, bald Sätze, welang merkt, dass es jetzt, na: h Olivier, ausgemacht clie die neuern Fortschritte in der Chemie, besonsey, dass der käufliche Tragant von dem Astraga- des Davy's Entdeckungen, ganz über den H. ufen lus verus herkomme. Die Gewinnungsart dieser stossen oder wenigstens einschränken, weggestrichen Drogue ist mit Olivier's Worten beschrieben.

oder umgeändert worden.

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